Frauenforum im Kreis Unna e.V. Frauenforum im Kreis Unna e.V.

03.03.2012 Westfälische Rundschau

Hilfe für das Frauenhaus
Frauenforum erhält drei Bürgerarbeiterinnen

Bürgerarbeiterinnen für das Frauenforum Unna

Sieglinde Youett, Suridy Hagemann und Cornelia Schäfer sind die neuen Bürgerarbeiterinnen im Frauenforum. Foto: Karl Dittrich

David Möller

Unna. "Wirklich gebraucht zu werden, das ist ein schönes Gefühl", sagt Suridy Hagemann. Die Holzwickederin ist eine von drei Bürgerarbeiterinnen des Frauenforums im Kreis Unna.

Die Bürgerarbeit ist ein Förderprogramm, finanziert mit Mitteln von EU, Kreis und Bund, um Langzeitarbeitslose in' den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. .Unser Ziel ist es, Arbeitslosengeld-Empfänger wieder am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen", sagt Tina Riedel vom Jobcenter Unna.

"Die Maßnahme beginnt mit einer sechsmonatigen Aktivierungsphase. In dieser empfangen die möglichen Bürgerarbeiter - Hilfeleistungen, um 'ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Es gibt Fälle, in denen die Arbeitssuchenden nach Ende der Phase direkt in den ersten Arbeitsmarkt gehen", so RiedeI. Für mehr dieser Erfolge bräuchte man jedoch auch mehr Personal im Jobcenter. Auf einen Vermittler kommen etwa 400 Kunden.

Große Arbeitshilfen

Bei wem der direkte Weg in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich ist, der wird Bürgerarbeiter. Etwa beim Frauenforum. "Je eine Bürgerarbeiterin ist in unseren Einrichtungen Frauenhaus, Frauen-Übernachtungsstelle und FrauenRäume beschäftigt", berichtet Birgit Unger, Geschäftsführerin. „Die Frauen mussten sich in einem gewöhnlichen Bewerbungsverfahren durchsetzen. Sie arbeiten drei Jahre in den Einrichtungen. Je nach Steuerklasse verdienen sie nach Abzügen bis zu 920 Euro.

Hinzu erhalten die Frauen, wie die "Normal angestellten", ein Fortbildungsbudget von, 250 Euro im Jahr, finanziert vom Frauenforum. Eine Geste, die zeigt, dass die Bürgerarbeiterinnen bei der Arbeit voll integriert und anerkannt sind, "Ich wurde hier super aufgenommen und gehörte von Anfang an zum Team", sagt Suridy Hagemann.

Martina Ricks-Osei, Leiterin des Frauenhauses, freut sich über die zusätzliche Arbeitskraft: "Die fest angestellten Mitarbeiter werden entlastet, während die Bürgerarbeiterin sich um die Hausbewohnerinnen in alltäglichen. Situationen, wie der Wohnungssuche, unterstützen."


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