Frauenforum im Kreis Unna e.V. Frauenforum im Kreis Unna e.V.

02.08.2017 Stadtspiegel

Recherchieren und koordinieren

Recherchieren und koordinieren: Christina Schulz und Lara Wegerhoff unterstützen Frauen, die nach der Flucht aus einer Gewaltbeziehung ein eigenständiges Leben aufbauen möchten.
Stadtspiegel-Foto: Stengl

Mit Mut und Hilfe

Projekt „Second Stage - Frauenhaus plus“ unterstützt bei neuer Perspektive

Im geschützten Raum des Frauenhauses erfahren Frauen nach manchmal jahrelangem Martyrium Schutz und Ruhe. Langsam erkennen sie ihre persönlichen Ressourcen und Kompetenzen und entwickeln persönliche Zukunftsziele für sich und ihre Kinder.

Unna. Das Thema Wohnungssuche ist eine wachsende Herausforderung geworden. Auch im Kreis Unna sind in Größe und Preis angemessene
Wohnungen für Frauen mit Kindern schwer zu finden.
Das Projekt „Second Stage - Zukunftsperspektive gewaltfrei Wohnen - Frauenhaus Plus“ unterstützt die Frauen auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit. Seit April 2017 arbeitet Lara Wegerhoff mit einer auf zunächst zwei Jahre begrenzten Vollzeitstelle im Frauenhaus-Team und unterstützt die Frauen bei Wohnungssuche, Umzug und Nachsorge. Die Stelle wird vom Land NRW finanziert.

Frauenhaus

  • Das Frauenhaus ist ein Zufluchtsort für Frauen und deren Kinder, die Gewalt erlebt haben oder von Gewalt bedroht sind.
  • Aufgenommen werden Frauen ab 18 Jahren unabhängig von ihrem sozialen Status, der kulturellen Herkunft, ihrem Aufenthaltsstatus, ihrer Religionszugehörigkeit und ihrer sexuellen Ausrichtung.
  • Wohnungslose Frauen finden Hilfe in der Frauenübernachtungsstelle.
  • Kontakt: Frauenhaus im Kreis Unna, Tel. 02303/778 91 50
    (bei freien Plätzen 24 Stunden täglich erreichbar); E-Mail frauenhaus@frauenforum-unna.de

„Mit den Frauen erstelle ich eine Bedarfsanalyse für den geeigneten Wohnraum, wir recherchieren Angebote innerhalb des Kreises Unna, ich begleite bei Besichtigungsterminen, Vermietergesprächen, Behördengängen und organisiere den Umzug“, beschreibt die studierte Sozialarbeiterin ihr Tätigkeitsfeld. „Die nach den Gewalterfahrungen erlebte Sicherheit im Frauenhaus ist nach dem Auszug nicht mehr gegeben. Kontakte zu den anderen Frauen im Haus brechen ab“, sagt Lara Wegerhoff.

Wichtiger Bestandteil für den Erfolg des Projekts sei die Netzwerkarbeit zur Eingliederung in das neue Umfeld, betont Frauenhausleiterin Christina Schulz. Hinzu kommen weitere Hilfen durch z.B. Beratungsstellen, Familienhilfen, Sprachkurse. „Wir erarbeiten uns gerade ein Netzwerk von Ansprechpartnern bei Wohnungsbaugesellschaften, privaten Vermietern, Handwerkern und Angeboten der Wohlfahrtsverbände mit Sozialkaufhäusern und anderen Dienstleistungen“, berichtet Christina Schulz. „Ohne die neue Projektstelle war hierfür kaum Zeit.“

Die ersten Projektmonate zeigen die Herausforderungen:„Es gibt einfach zu wenig Wohnraum, der im finanziellen Rahmen des JobCenters liegt“, sagt Christina Schulz.

Stadtspiegel


Termine & Aktuelles

PDF als Blätterbuch

Aktuelle Kurse zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung, Informations-veranstaltungen und Workshops

Termine und Informationen >>
Bildungsspender

Bundesweites Hilfetelefon für Frauen

365 Tage im Jahr, rund um die Uhr in mehreren Sprachen erreichbar.

Zur Website »