Frauenforum im Kreis Unna e.V. Frauenforum im Kreis Unna e.V.

21.04.2018 Pressemitteilung

„Selbst:Sicher“ –
Broschüre für Frauen

  • „Selbst:Sicher“ liegt bei der Frauen- und Mädchenberatungsstelle, bei den Gleichstellungsbeauftragten der Städte/Gemeinden und bei der Polizei aus.
  • Darin gibt es auch Informationen zu den angebotenen Kursen des Frauenforums.
  • Die Broschüre ist auch im Internet abrufbar: www.frauenforum-unna.de

Wie eine Frauenzeitschrift– nur mit Lerneffekt

Frauen- und Mädchenberatungsstelle präsentiert Selbstbehauptungs-Broschüre

Kreis Unna. Jede Menge Ratschläge und Tipps, ein Interview, ein Rätsel und erfrischende, moderne Bilder von selbstbewussten Frauen– nein, die Rede ist nicht von der neusten Ausgabe der Brigitte, sondern von „Selbst:Sicher“, einer Broschüre über Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen. Das Heft der Frauen- und Mädchenberatungsstelle erinnert aber nicht nur zufällig an ein Frauenmagazin.


„Wir wollten von Anfang an, dass die Broschüre die Form einer Frauenzeitschrift hat. Man soll sie einfach aufschlagen und darin lesen“, sagt Anne Reichert, Mitarbeiterin der Fachstelle zu sexualisierter Gewalt des Frauenforums.„Es sind schon Kleinigkeiten, die Frauen Sicherheit geben“, sagt Reichert über die Tipps in der Broschüre. Schon einfache Verhaltensänderungen würden Frauen helfen, sich sicherer zu fühlen.

 

Wir haben sofort
an ein Frauenmagazin gedacht.

»Wir haben sofort an ein Frauenmagazin gedacht.«

Anne Reichert, Fachstelle zu sexualisierter Gewalt des Frauenforums Foto: Pott

Gefühlt unsicher

Und genau das ist auch das, was die Kurse und die Broschüre bewirken sollen. „Das Sicherheitsgefühl von Frauen ist subjektiv schlechter geworden. Objektiv ist das aber nicht so. Die Frauen im Kreis Unna sind nach wie vor sicher“, so der Chef der Kreispolizeibehörde, Landrat Michael Makiolla. Besonders aber nach den Vorkommnissen der Kölner Silvesternacht 2015 fühlten Frauen sich unsicherer als früher – und genau dem wollen Polizei und Frauenforum gemeinsam entgegenwirken. „Ich finde es ganz schlimm, wenn Frauen sich unsicher fühlen. Es schränkt die Lebensqualität ein, wenn Frauen sich beispielsweise nicht um 20 Uhr treffen wollen, weil sie dann um 21 Uhr im Dunklen nach Hause müssten“, sagt Heike Redlin, Leiterin des Kommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz.

 

Sie wolle nicht, dass Frauen sich isolieren, weil sie Angst haben. Und „das Schlimmste, was man machen kann, ist zu sagen, dass die Statistik etwas anderes sagt und das doch alles in Ordnung ist“, sagt Makiolla. Die Broschüre „Selbst:Sicher“ rundet ein Projekt des Frauenforums in Kooperation mit der Polizei ab, bei dem zwölf Kurse zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen angeboten wurden. Erst eine Fördersumme von 8000 Euro vom Land NRW ermöglichte es, so viele Kurse anzubieten und die Broschüre herzustellen, erklärt Karin Gottwald, Leiterin der Beratungsstelle. Dieses Jahr gibt es wieder eine Förderung und „einige neue Gedanken“, so Anne Reichert. Mit der „Selbst:Sicher“- Broschüre haben sie aber bereits etwas Neues ins Leben gerufen, denn „so eine Broschüre gibt es noch nicht“, sagt Redlin. Sie hat mit Reichert das Konzept für das Heft erstellt und auch die Texte geschrieben. Die Gestaltung hat dann eine Grafikerin übernommen.

Wir haben sofort
an ein Frauenmagazin gedacht.

»So eine Broschüre für Frauen gibt es noch nicht.«

Heike Redlin, Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz
Foto: Pott

Von Claudia Pott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hellweger Anzeiger


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