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Frauenforum im Kreis Unna e.V. Frauenforum im Kreis Unna e.V.

14.05.2018 Pressemitteilung

Die Rechte der Frauen sind nicht uuml;berall gleich

Frauke Huwald (2.v.l.) brachte interessierten Flüchtlingsfrauen das Thema Frauenrechte näher. Simone Mijovic (2.v.r.) hatte eingeladen.

FOTO: HENNES

Die Rechte der Frauen sind nicht überall gleich

Ein Projekt richtet sich an „Traumatisierte Flüchtlingsfrauen“.

Holzwickede. „Dürfen Frauen und Männer die gleichen Berufe ausüben? Dürfen Mädchen gemeinsam mit Jungen zum Schwimmunterricht? Und dürfen Frauen frei entscheiden, ob sie arbeiten gehen oder nicht?“ Die Geflüchteten, die sich in einem kleinen Schulungsraum der Flüchtlingsunterkunft versammelt hatten, mussten gar nicht lange überlegen, um diese Fragen zu beantworten. Frauke Huwald von der Frauen- und Mädchenberatungsstelle war zu ihnen gekommen, um ihnen die Rechte von Frauen in Deutschland und das Grundgesetz näher zu bringen. Und weil nur wenige der Zuhörerinnen die deutsche Sprache so gut verstehen, dass sie den Ausführungen der Referentin folgen konnten, kamen auch gleich zwei Sprachvermittlerinnen mit. Diese Frauen haben ebenfalls einen Migrationshintergrund, fungieren nun aber als Übersetzerinnen – diesmal übersetzen sie ins Russische und Farsi.

Sozialpädagogin Simone Mijovic, bei der Gemeinde Holzwickede für Flüchtlinge zuständig, hatte bei den Frauen für die Veranstaltung geworben – und sie staunte selber über den großen Zuspruch. Schnell stellte sich bei dem Vortrag heraus, dass sich die Frauenrechte in Deutschland und den Herkunftsländern der Frauen oftmals unterscheiden, aber auch manchmal gleichen. Im Iran, führte eine Frau aus, entscheide bei einem verheirateten Paar immer der Mann darüber, ob eine Frau arbeiten dürfe oder nicht. Und das, so merkte eine aus Russland geflüchtete Frau an, sei in Deutschland früher auch so gewesen.
Frauke Huwald verstand es, die Frauen einzubeziehen und ihnen mit Spielen ein kompliziertes Thema nahezubringen. Und da störte es auch nicht, dass ein Mann ein Kleinkind zur Mutter in den Schulungsraum reichte, dass nebenan die Waschmaschinen schleuderten und draußen die Sonne schien.

Gefördertes Projekt

  • Das Projekt „Traumatisierte Flüchtlingsfrauen“ der Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Frauenforums im Kreis Unna wird vom NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter gefördert.
  • Kontakt: Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Frauenforums im Kreis Unna, Hansastraße 38, Unna.
  • Ansprechpartnerinnen: Dipl.-Sozialarbeiterin Heike Bagusch, frauenberatungsstelle1@frauenforum-unna.de, und Dipl.-Sozialpädagogin Frauke Huwald, frauenberatungsstelle4@frauenforum-unna.de, Tel. 0170 36 45 32 8.

 

Von Yvonne Schütze-Fürst


Hellweger Anzeiger


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