Frauenforum im Kreis Unna e.V. Frauenforum im Kreis Unna e.V.

31.07.2019 Stadtspiegel

Projekt Mobile Wohnhilfen - Rechtzeitige Hilfe

Neu im Team des Frauenforums:
Ariane Raichle.

FOTO: ©Gilles

„Ist Luisa hier“

Mehr Kneipen und Bars sollen bei Kampagne des Frauen-Notrufs mitmachen

„Ist Luisa hier?“ ist ein Code, der Frauen in Kneipen, Bars und Diskotheken unterstützt, schnell und unkompliziert Hilfe zu bekommen. Mit Ariane Raichle begrüßt die Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Frauenforums im Kreis Unna nun eine weitere Fachkraft im Team, die das Projekt breiter umsetzen will.

KREIS UNNA. Seit Jahresanfang besteht für die Frauen- und Mädchenberatungsstelle für die nächsten vier Jahre die Sicherheit, dass das Land und damit auch der Kreis eine zusätzliche Vollzeitstelle weiter finanzieren. Ariane Raichle kümmert sich jetzt um die noch breitere Umsetzung der Kampagne „Luisa ist hier!“.

„Die Präventionskampagne soll für Frauen und Mädchen sichere Räume in der Öffentlichkeit schaffen und ihr Sicherheitsgefühl stärken. Seit 2017 kooperieren wir mit ortsansässigen Kneipen, Bars und Clubs in den Kommunen des Kreises. Mit der Code-Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Frauen und Mädchen, die sich in einer unangenehmen Situation befinden, an das Thekenpersonal wenden, um dort Unterstützung zu erhalten. Bisher nehmen 24 Gastronomie-Betriebe im Kreis Unna an der Kampagne teil. Wir wollen noch mehr Kneipen und Bars zum Mitmachen bewegen.“

Jeder soll sicher feiern dürfen

Auch auf Großveranstaltungen wie Stadt- und Volksfesten werden Grenzüberschreitungen nicht geduldet. Hier wird unter dem Motto „Sicher feiern“ das Hilfsangebot mit Luisa erfolgreich umgesetzt, soll aber in allen Kommunen noch mehr Veranstalter erreichen. „Zusätzlich möchten wir eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und mit Betreibern von Schwimmbädern anstoßen,“ so Ariane Raichle. „Auf Großveranstaltungen tut das DRK Dienst für Notfälle jeglicher Art, auch hier könnte die Frage nach Luisa wirken. In Schwimmbädern finden häufig ebenfalls Grenzverletzungen statt.“

Der Jahresbericht 2018 zeigt auf, was bisher zur Information und Vorbeugung von sexueller Gewalt auf den Weg gebracht wurde. Zwei Informationsbroschüren sind erschienen, die Kurse für Frauen und Mädchen zu Selbstbehauptung und Selbstverteidigung werden gut besucht.

Gewalt bereits in der Schule Alltag

Weitere Zielgruppen sieht die Frauen- und Mädchenberatungsstelle in den Schulen im Kreis Unna. Unterschiedliche Formen von Gewalt können auch in der Alltagswelt von Schülerinnen immer wieder ein Thema sein. Sie sind mit diesen Situationen häufig überfordert. Auch für das pädagogische Fachpersonal stellt der Umgang damit eine besondere Herausforderung dar. „Wir möchten Schulen Präventionsangebote machen, die sowohl Schülerinnen wie auch Lehrer und Lehrerinnen für solche Situationen stärken und handlungsfähig machen,“ erläutert Karin Gottwald. „Wir planen Workshops mit Schülerinnen und nach Bedarf mit dem Lehrpersonal zu den Themenschwerpunkten sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Cybergewalt etc.“ Eine dauerhafte Zusammenarbeit mit Schulen soll dort das Thema verankern. Schulen, die Interesse an diesem Angebot haben, können sich in der Frauen und Mädchenberatungsstelle melden (Tel. 02303/ 82202).

Von: Jörg Stengl

Stadtspiegel


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